Gesellschaften, Immobilien, Bankkonten: Wie Familien den Überblick über ihr Vermögen behalten

Mit jedem Unternehmen, jeder Liegenschaft und jeder Bankbeziehung wird das Familienvermögen etwas unübersichtlicher. Solange eine Person alles im Kopf hat, geht das gut. Spätestens bei einer Nachfolge, einem Umzug oder im Ernstfall zeigt sich, ob die Familie den Überblick hat.

Kurz gesagt
  • Mit den Jahren verteilen sich Vermögen und Verantwortung oft auf mehrere Gesellschaften, Banken, Liegenschaften und Länder. Den Überblick hat dann meist nur noch eine Person.
  • Eine Vermögensübersicht, ein Fristenkalender und klare Vollmachten verhindern teure Fehler, etwa verpasste Fristen, widersprüchliche Steuererklärungen oder Blockaden im Ernstfall.
  • Ein fester Ansprechpartner, der die Informationen zusammenführt und mit Banken, Anwälten und Steuerberatern abstimmt, entlastet die ganze Familie.

Wie der Überblick verloren geht

Kaum eine Familie plant ihre Vermögensstruktur auf dem Reissbrett. Sie wächst: Zum Unternehmen kommt eine Immobiliengesellschaft, zur Hausbank ein Depot bei einer zweiten Bank, zur Wohnung in der Schweiz ein Ferienhaus im Ausland, später vielleicht eine Holding für die Nachfolge. Jede Einheit hat ihre eigenen Unterlagen, Fristen und Berater.

Das funktioniert, solange eine Person alles im Kopf hat. Problematisch wird es, wenn diese Person ausfällt, wenn ein Berater wechselt oder wenn Entscheide anstehen, für die man das Ganze sehen muss: eine Nachfolge, ein Verkauf, ein Umzug oder eine Erbschaft.

Was dabei schiefgehen kann

  • Fristen für Steuererklärungen, Generalversammlungen oder Mehrwertsteuer werden verpasst, weil jeder annimmt, ein anderer kümmere sich darum.
  • Steuererklärungen von Gesellschaft und Eigentümer passen nicht zusammen, etwa bei Darlehen, Mieten oder Lohn zwischen Familie und Gesellschaft.
  • Konten im Ausland fehlen in der Steuererklärung. Seit 2018 erhalten die Schweizer Steuerbehörden über den automatischen Informationsaustausch Meldungen zu ausländischen Konten von Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.
  • Verträge zwischen Gesellschaft und Familie sind nicht marktüblich. Die Steuerverwaltung kann das als verdeckte Gewinnausschüttung behandeln.
  • Im Ernstfall fehlen Vollmachten. Bei Urteilsunfähigkeit oder Tod kann niemand handeln, Konten sind blockiert, Entscheide in den Gesellschaften bleiben liegen.

Was eine gute Vermögensübersicht enthält

Eine gute Übersicht ist kein Ordner voller Auszüge, sondern eine Seite, auf der die ganze Struktur sichtbar ist, und eine Liste dahinter, die jährlich nachgeführt wird.

Was erfasst wird
  • Gesellschaften mit Beteiligungen, Organen und Zeichnungsrechten
  • Liegenschaften mit Eigentümer, Hypotheken und Nutzung
  • Bankbeziehungen, Depots und Vollmachten
  • Darlehen innerhalb der Familie und mit Gesellschaften
  • Versicherungen und Vorsorge
Was dazu gehört
  • Steuerwert und geschätzter Marktwert
  • Zuständige Berater und Ansprechpartner
  • Fristen und wiederkehrende Termine
  • Liquidität: Was in den nächsten Monaten fällig wird
  • Wo die Originalverträge liegen
Eine Seite für die Struktur, eine Liste für die Einzelheiten, einmal im Jahr nachgeführt.

Der Fristenkalender

Viele Pflichten wiederholen sich jedes Jahr. Gehören sie in einen gemeinsamen Kalender, geht nichts mehr verloren. Typische Einträge sind:

  • Steuererklärungen der Familie und der Gesellschaften, samt Fristverlängerungen
  • Jahresabschlüsse und Generalversammlungen, die innerhalb von sechs Monaten nach Geschäftsjahresende stattfinden müssen
  • Mehrwertsteuer-Abrechnungen, meist quartalsweise
  • Hypotheken, die auslaufen, und Zinsbindungen
  • Steuern und Abgaben auf Liegenschaften im Ausland

Für den Ernstfall vorsorgen

Die beste Übersicht nützt wenig, wenn niemand handeln darf. Prüfen Sie deshalb, ob folgende Dokumente bestehen und noch aktuell sind:

  • Vorsorgeauftrag: regelt, wer Sie bei Urteilsunfähigkeit persönlich und in Vermögensfragen vertritt. Er muss handschriftlich verfasst oder notariell beurkundet sein.
  • Bankvollmachten für alle Konten, auch im Ausland, und ihre Geltung über den Tod hinaus.
  • Zeichnungsrechte in den Gesellschaften, damit der Betrieb weiterlaufen kann.
  • Testament und Ehevertrag, abgestimmt auf die heutige Struktur und auf Vermögen im Ausland.

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Wie ich Familien unterstütze

Ich erstelle mit Ihnen eine Übersicht über Vermögen, Beteiligungen und Liquidität, betreue die Schweizer Steuerangelegenheiten und behalte Fristen und Termine im Blick. Mit Banken, Anwälten und Steuerberatern stimme ich mich direkt ab, damit Sie nicht jede Frage selbst koordinieren müssen. Bei Nachfolge und Generationenwechsel begleite ich die finanziellen und administrativen Fragen.

Ich verwalte kein Vermögen und gebe keine Anlageempfehlungen. Für Anlagefragen arbeite ich mit Ihrer Bank oder Ihrem Vermögensverwalter zusammen, für erbrechtliche Fragen mit Ihrem Anwalt oder Notar.

Igor Pavlovic

Igor Pavlovic ist Treuhänder und Revisor in Luzern. Er begleitet Unternehmer und vermögende Privatpersonen in Steuern, Nachfolge und Revision, auch bei Sachverhalten mit Auslandbezug.

Sie wünschen sich einen festen Ansprechpartner für Ihre Familie?

Ich führe Ihre Schweizer Angelegenheiten zusammen und halte die Verbindung zu Banken, Anwälten und Steuerberatern.

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